wir verstehen etwas, weil wir es kennen, weil es uns bekannt ist
können wir etwas verstehen, was uns, unserer natur fremd ist?
wenn ein autor eine situation beschreibt und nicht zu sehr in details geht, ergränzen wir das geschriebene zu einem vollständigen bild im kopf. klar, trägt das talent des schriftstellers dazu bei, dass mit wenigen worten eine möglichst große wirkung erzielt wird. trotz dessen besteht der trick darin, dass der autor uns an eine gegebenheit erinnert lässt, die wir aus dem alltag, aus kinofilmen, aus unserer erfahrung kennen.
dies war ein konkretes beispiel.
wenn ich diesen gedanken abstrahiere, folgere ich die (alte, bereits zehntausendmal erwähnte) beschränkte erkenntnisfähigkeit des menschen. würde der schriftsteller über etwas reden, was nicht in unserer welt vorhanden wäre, so würden wir das doch nicht verstehen können. natürlich gibt es auch fantasy romane, die von anderen universen sprechen. dennoch bestehen diese universen stets aus wesen, aus regeln, aus verhaltensmustern, die auch unseres leben mitprägen. die werden lediglich in solchen büchern oberflächlich geändert. man denkt alleine an mythen, in welchen komische gestalten vorkommen (trolle, elfe, werwolf), die aber die essenz des menschlichen/tierischen in sich tragen. deutet dies vielleicht auch auf die beschränkheit unserer fantasie? ist unser wahrnehmungsapparat beschränkt? dieser ist ja unser körper, der ganz bestimmte charakteristiken aufweist. und angenommen, ohne wahrnehmung gibt es keine erkenntnis, so ist die erkenntnis beschränkt, weil die wahrnehmung bereits durch den körper (gehirn, sinne etc.) determiniert ist. beispielsweise können wir nur ein bestimmtes farbspektrum erbicken.
zurück an den anfangsgedanken: dass auch eine innere erkenntnis, die bloß aus denken hervorgeht und unabhängig von der wahrnehumg der äußeren realität ist, seine grenzen hat. es ist natürlich die frage. zwar existieren wir in einer dreidimensionalen welt, können sich aber auch mit ein wenig kopfzerbrechen eine vierdimensionale welt irgendwie vorstellen. diese vorstellung dennoch basiert wiederum auf der erfahrung der 3-d-welt oder in der einprägung des vergleichs zwischen der 2- und 3-welt. also wiederum auf einer uns bekannten tatsache.






